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Ortsverband Hohenstein e.V.

Die Erdkröte

Die Erdkröte (Bufo bufo) ist ein häufiger weitverbreiteter Froschlurch aus der Gattung der Echten Kröten innerhalb der Familie der Kröten (Bufonidae).

Aussehen einer Kröte
Die Körperlänge der Männchen beträgt in Mitteleuropa bis zu neun Zentimeter, die Weibchen werden bis zu zwölf Zentimeter lang. Die meisten erwachsenen Erdkröten in Mitteleuropa haben ein Gewicht ungefähr zwischen 30 und 50 Gramm (Männchen) bzw. zwischen 50 und 100 Gramm (Weibchen). Die relativ plumpen Tiere besitzen einen gedrungenen, oberseits von warzigen Hautdrüsen übersäten Körper mit einem breiten, kurzschnauzig gerundeten Kopf. An dessen Hinterseite fallen stark hervortretende, paarige, bohnenförmige Drüsen auf, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten. Die Oberseite ist meist grau- bis rotbraun; die Männchen sind manchmal schwarzbraun oder auch hell-lehmfarben, während die Weibchen mehr Rotanteile haben. Es können auch, vorwiegend bei Männchen, verwaschen wirkende dunkle Flecken vorhanden sein. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern schmutzigweiß und dabei durchgehend grau-schwarz gesprenkelt. Die Pupillen sind waagerecht elliptisch geformt, die Iris erscheint kupferfarben bis rotgolden. Erdkröten haben recht kurze Hinterbeine und bewegen sich auf allen vieren schreitend, bei Beunruhigung aber auch hüpfend vorwärts. Die Männchen können zur Paarungszeit auch an den braunen bis schwarzen Brunstschwielen der jeweils drei inneren Finger erkannt werden. Zudem haben sie kräftigere Vorderbeine, einen flacheren Kopf und bleiben im Durchschnitt kleiner als die Weibchen. Erdkrötenmännchen besitzen keine Schallblasen. Die Erdkröte ist neben dem Grasfrosch, dem Teichfrosch und dem Teichmolch die häufigste Amphibienart in Europa. Sie ist auf fast dem gesamten Kontinent verbreitet. In Deutschland kommt die Erdkröte nahezu flächendeckend von den Küsten bis in die Almregion der Alpen vor.

Lebensverhalten einer Kröten
Die Erdkröte ist ein wechselwarmes Tier, das im Allgemeinen dämmerungsaktiv ist. Tagsüber ruhen die Tiere unter Steinen, zerfallenen Mauern, Totholz, Laub, Gebüschen oder in selbst gegrabenen Erdlöchern. Als Landlebensräume besiedeln sie ein breites Spektrum von Biotopen, das von Wäldern über halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden und Hecken bis zu naturnahen Gärten reicht. Besonders bevorzugt werden krautreiche Wälder (vor allem Laub- und Mischwälder) ohne völligen Baumkronenschluss; im geschlossenen Hochwald ist die Siedlungsdichte etwas geringer. Auch Überflutungsauen werden nicht völlig gemieden, sind aber weniger günstig. Im Vergleich zu anderen Amphibienarten kommt die Erdkröte häufiger auch in wechselfeuchten bis trockenen Wäldern vor. Streuobstwiesen und parkartige Landschaften werden wegen der abwechslungsreichen Strukturen besonders gerne bewohnt. Auch in trockeneren Habitaten (beispielsweise Weinbergen, Sandgruben) wird die Art angetroffen. Ungeeignet als Lebensraum sind vor allem intensiv genutzte Ackerlandschaften ohne Feldgehölze, flurbereinigte Weinberge und großflächige Nadelholz-Monokulturen. Auch dort, wo großflächig Laichgewässer fehlen, kann die Art nicht existieren. Als Fortpflanzungsgewässer werden vor allem mittelgroße bis größere Weiher, Teiche und Seen genutzt. Mit großer Stetigkeit werden Stillgewässer im Wald oder in Waldnähe besiedelt. Seichte und verlandende Kleingewässer werden von der Erdkröte aber gemieden; ein ausreichend großer freier Wasserkörper ist Voraussetzung für die Nutzung als Laichhabitat. Die Wassertiefe sollte dabei 50 Zentimeter nicht unterschreiten; ein schwacher Durchfluss wird toleriert. Wegen der Ungenießbarkeit der Larven laicht die Erdkröte im Gegensatz zu anderen Amphibien auch erfolgreich in Fischteichen.

Wanderung der Kröten
Als passives Abwehrverhalten pumpen Kröten ihren Körper mit Luft auf und richten sich dazu manchmal auf allen Vieren auf, um größer zu wirken; dies tun sie insbesondere auch bei der Begegnung mit einer Schlange. Mitteleuropäische Erdkröten führen im Frühjahr meist im Laufe des März ihre synchronen, oft massenhaften Wanderungen vom Winterquartier zum Laichgewässer durch. Späte Frosteinbrüche führen zur Unterbrechung der Wanderungen; die Tiere graben sich dann an Ort und Stelle ein und verharren in der Erde, bis die Wetterbedingungen eine Fortsetzung der Wanderung zulassen. Wegen ihrer langsamen Fortbewegung und ihres großen Aktionsradius sind Erdkröten in hohem Maße durch den Straßentod gefährdet.
Sobald ein paarungsbereites Männchen ein (vermeintliches) Weibchen erspäht, versucht es, auf dessen Rücken zu klettern und klammert sich nun mit seinen Armen hinter den Achseln des Weibchens fest. Dies kann auch schon während der Wanderung geschehen – dann lässt sich das Männchen huckepack zum Gewässer tragen. Da in vielen Erdkrötenpopulationen ein starker Männchen-Überschuss herrscht (oft im Verhältnis von 3 zu 1 oder noch mehr), ist dies ein opportunistisches Verhalten, um die Partnerfindung zu sichern. Nebenbuhler werden mit heftigen Tritten auf Distanz gehalten.

ERdkröte


Männliche Erdkröten stoßen im Laichgewässer selten einen leisen, langsamen Ruf aus, der wie „öök ... öök ... öök...“ klingt und manchmal auch metallisch knarrend ist. Dies ist meist außerhalb der relativ kurzen Laichzeit zu beobachten, oder an Gewässern, an denen sich nur sehr wenige Erdkröten einfinden. Zur Paarfindung spielen die Balzrufe der Männchen in gut frequentierten Laichgewässern eine geringe Rolle, da Erdkröten oft in großen Gesellschaften immer wieder im demselben Gewässer und zudem zeitlich eng synchronisiert laichen. Kurze, lautere und rasch hintereinander ausgestoßene Laute („ük, ük, ük“) sind „Befreiungsrufe“ von Männchen, die von anderen Männchen irrtümlich geklammert werden. Diese Lautäußerungen sind wesentlich häufiger zu hören als die eigentlichen Paarungsrufe.

Der Laich
Der Laich wird in Form von Schnüren abgegeben, die fünf bis acht Millimeter dick und je nach Dehnung etwa zwei bis vier (fünf) Meter lang werden. Die schwarzen Eier sind in der Regel in zweireihigen Ketten innerhalb der Gallerte angeordnet. Die Laichschnüre werden von dem Krötenpaar um unter Wasser befindliche Strukturen (Äste, Wasserpflanzen) gewickelt, indem sie während des Ablaichens umherschwimmen. Erst bei Austritt des Laiches aus der weiblichen Kloake gibt das Männchen sein Sperma ab, wobei es mit seinen Hinterfüßen einen Trichter formt. Unmittelbar vor der Laichabgabe bildet das Weibchen ein Hohlkreuz und löst wellenförmige Muskelkontraktionen aus, so wird dem Männchen der richtige Zeitpunkt dazu signalisiert. Insgesamt 10 bis 20 Laichschübe mit Pausen dazwischen lassen den gesamten Laichvorgang etwa 6 bis 12 Stunden dauern. Die Anzahl der Eier eines Weibchens liegt meist bei 3000 bis 6000; jedes hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Millimetern.


Aus dem Laich entwickeln sich nach mehreren Tagen der Embryonalphase (die Dauer ist abhängig von der Umgebungstemperatur) die Kaulquappen. Bei der Erdkröte sind diese einheitlich schwarz gefärbt und werden zuletzt bis zu 40 Millimetern lang. Abhängig vom Ernährungszustand und anderen Umwelteinflüssen kann eine Larve aber auch etwas kleiner bleiben. Die Larven schwimmen oft gesellig in breiten oder langgezogenen Schwärmen in oberen, wärmeren Wasserschichten und weiden Algen und Detritus von Oberflächen ab. Stirbt ein Artgenosse, betätigen sich die anderen als Aasfresser. Nach etwa zweieinhalb bis drei Monaten Wasseraufenthalt erreichen die Kaulquappen die Metamorphose zum lungenatmenden, vierbeinigen Landtier und gehen oft in großen Mengen gleichzeitig ans Ufer. Die frisch umgewandelten Landgänger sind zuerst nur zwischen 7 und 12 mm groß. Nach circa drei (bis fünf) Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. In freier Natur haben sie eine Lebenserwartung von wohl höchstens zehn bis zwölf Jahren.
Die Nahrung der Erdkröten besteht aus Würmern, Schnecken, Asseln, Spinnen und unterschiedlichen Insekten, die sie auf ihren nächtlichen Streifzügen erbeuten. Der Zuschnappreiz – entweder ein Hervorschnellen der Zunge oder, bei größeren Objekten, ein Vorstoßen des gesamten Körpers und Zupacken mit den Kiefern – wird durch Bewegungen der Beute ausgelöst. Reglose Tiere werden von den Kröten nicht wahrgenommen. Die Beute wird im Ganzen verschlungen. Größere Erdkrötenpopulationen haben im „chemiefreien“ Gartenbau und in der Landwirtschaft eine Bedeutung bei der Schädlingsbekämpfung.


In unregelmäßigen Abständen häuten sich die Tiere. Die Hautdrüsen der Kröten produzieren giftige Sekrete, die der passiven Abwehr von Fressfeinden, aber auch als Schutz vor Befall der Haut durch Mikroorganismen dienen. Sie enthalten unter anderem Bufadienolide, die ähnlich wie das Digitalisgift des Fingerhuts wirken, sowie Bufotenine, die bei Fressfeinden den Blutdruck steigern und die motorischen Zentren von Gehirn und Rückenmark lähmen. Krötengifte sind die am längsten bekannten Tiergifte und wurden schon im Altertum als Heilmittel verwendet.

Die Feinde der Kröte
Zu den Fressfeinden der Erdkröte gehören Beutegreifer wie unter anderem Marderarten, Katzen, Waschbären, Marderhunde, Schlangen wie die Ringelnatter und einige Greif- und Rabenvögel sowie Graureiher. Jungkröten werden auch von Singvögeln und großen Laufkäfern erbeutet. Den Kaulquappen stellen vor allem Raubfische wie Europäischer Hecht und Flussbarsch sowie Larven von Wasserinsekten, etwa des Gelbrandkäfers oder von Großlibellen, nach. Unter den Säugetieren ist besonders der Iltis zu erwähnen, der in Erdkröten-Laichgesellschaften manchmal regelrechte Massaker anrichtet, indem er die Tiere in großen Mengen verletzt oder tötet und anschließend einzeln oder aufgehäuft am Ufer zurücklässt.


Erdkrötenbestände werden insbesondere durch die Zerschneidung ihrer Lebensräume mittels Straßen bedroht. Bei ihren alljährlichen Wanderungen, insbesondere vom Winterquartier zum Laichgewässer und später von dort zum Sommerlebensraum, erleiden sie überall in Mitteleuropa hohe Verluste durch den Kraftfahrzeugverkehr. Viele Amphibien, darunter auch Erdkröten, fallen in ungesicherte Kellerschächte und verhungern oder vertrocknen dort. Ein großes Problem sind auch die Gullys der öffentlichen Straßenentwässerung. Frösche, Kröten und Molche gelangen durch die Schlitze der Kanaldeckel in die Schächte und werden über das Abwassernetz verdriftet oder verenden im Schmutzfangkorb – spätestens dann, wenn der Unrat abgepumpt wird.

Straßenüberquerung der Kröten
Zu den Kröten-Tunneln, die die Straßen unterqueren, leitet man die wandernden Amphibien mit Hilfe von ca. 50 cm hohen Folienwänden zu den Durchgängen hin, wo die Tiere gefahrlos zum nächsten Gewässer gelangen können. An vielen Straßen werden mittlerweile Schutzmaßnahmen zugunsten wandernder Erdkröten und anderer Lurcharten durchgeführt. Dies können zeitlich begrenzte „Krötenzäune“ aus Plastik sein, an denen die anwandernden Tiere entlanglaufen, bis sie in Sammeleimer fallen und von menschlichen Helfern über die Straße getragen werden. Manche Straßen werden für die Zeit der Hauptwanderungen auch eigens gesperrt. Es werden ferner Ersatzlaichgewässer angelegt, die so positioniert sind, dass die Tiere keine vielbefahrenen Straßen mehr überqueren müssen. Die ortstreuen Erdkröten müssen allerdings ein neues Gewässer erst einmal akzeptieren. Schließlich werden bei Straßenaus- oder -neubauten auch Tierdurchlässe (Krötentunnel) unter der Fahrbahn eingebaut, zu denen die Kröten mittels fest installierter Planken geleitet werden.
Seit einigen Jahren ist die Krötenpopulation in vielen Gebieten Deutschlands rückläufig. So auch in den Hohensteiner Gemarkungen. Die Ursachen sind vielfältig und noch nicht genau bestimmt. Mit Sicherheit spielt der Klimawandel eine Rolle. Ebenso der Pestizideinsatz und Veränderungen der Umwelt- und Landschaftsbedingungen, wie Wegfall traditioneller Laichgewässer und Feuchtgebiete, Straßenbau usw. Um so wichtiger wird der Schutz der Restpopulationen z.B. durch Amphibienschutzzäune an Straßen und neue Teiche.

(z.T. aus Wikipedia)

Edkröten gesammelt von kindern

Der Frosch (lat. Name: Rana)      Zurück zum Hauptmenü

Aussehen

Frösche haben einen gedrungenen Körper mit langen, kräftigen Hinterbeinen. Zur Tarnung sind sie grün oder bräunlich gefärbt. Sie haben ein breites, zahnloses Maul, glatte haut und hervorstehende Augen.

Heimat

Frösche sind auf allen Kontinenten außer auf der Antarktis heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei von der kalt-gemäßigten bis zur tropischen Klimazone. Der bevorzugte Lebensraum sind jedoch die feucht-warmen Gebiete Südostasiens, wo die mit Abstand größte Arten- und Formenvielfalt zu finden ist. Sehr viele Arten leben auch in Afrika, gefolgt von Süd- und Nordamerika. In Europa lebt hingegen – auch als Folge der weitaus dichteren Besiedlung und Bebauung- nicht einmal ein Zehntel der weltweit vorkommenden Froscharten, und in Australien gibt es sogar nur eine einzige Art: den Australischen Waldfrosch (Rana daemeli).

Lebensraum

Wie alle Amphibien brauchen die Frösche einen Lebensraum, der ihnen genügend Feuchtigkeit bietet. Besonders in ihren frühen Entwicklungsphasen sind sie auf das Wasser angewiesen, da die meisten Arten dort ihre Eier ablegen. Als erwachsene Tiere verlassen sie jedoch oft das Wasser und leben am Land oder sogar auf Bäumen.

Der Frosch

Rassen und Arten

Frösche gehören zur Klasse der Lurche bzw. Amphibien. Ebenso wie Unken oder Kröten werden sie zur Ordnung der Froschlurche gezählt, die mit über 5000 Arten die mit Abstand größte Gruppe von Amphibien ist. Die Gattung der Echten Frösche ist in etwa 270 Arten unterteilt. Zu den 22 Arten, die in Europa leben, gehören die Gruppe der Europäischen Braunfrösche und die Gruppe der Europäische Wasserfrösche. Die Familie der Laubfrösche mit ihren etwa 800 Arten gehört dagegen nur zu den Froschlurchen, nicht zu den Echten Fröschen. Auch die berühmten meist nur wenige Zentimeter großen Pfeilgiftfrösche Südamerikas mit ihrer auffallenden Färbung, die zu den bekanntesten Fröschen überhaupt zählen, sind keine Echten Frösche, sondern gehören zur Familie der Baumsteigerfrösche und zu den Froschlurchen.

Verhalten

Frösche ernähren sich vor allem von Insekten, Larven und Würmern, die sie mit ihrer langen klebrigen Zunge fangen. Als wechselwarme Tiere sind sie von der Umgebungstemperatur abhängig und machen in kalten Gegenden einen Winterschlaf.

Nachwuchs

Wie alle Amphibien legen auch Frösche Eier. Dieser “Laich”,der teilweise Tausende von Eiern enthält, wird in Schnüren oder Ballen abgelegt und meist an Wasserpflanzen befestigt. Die Jungtiere der Frösche werden Kaulquappen genannt und haben zunächst keine Beine, stattdessen einen Schwanz zur Fortbewegung und Kiemen für die Atmung unter Wasser. Schritt für Schritt verwandelt sich die Kaulquappe in einen Frosch und nach mehreren Monaten ist die Metamorphose zum Landtier beendet.

Lebenserwartung

Frösche können je nach Art zwischen drei und 20 Jahre alt werden. Sie stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen nicht gefangen werden.

 

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